RibBag & Me


Meine eigenes Taschenlabel ist für mich eine Art Freischwimmer. Denn "eigentlich" bin ich gelernte Kommunikationswissenschaftlerin. Ein bekanntes Gewässer, in dem ich seit mehr als 15 Jahren herumschippere.

 

Als Ausgleich zur Kopfarbeit habe ich schon immer gerne kreativ gewerkelt. Möbel bauen, Wände streichen, Lampen gestalten, Kleider nähen. Vor mir war nichts und niemand sicher.

Vor einiger Zeit fiel mir ein Restposten Nappaleder sozusagen in den Schoß. Daraus wurde die allererste RibBag by Ulli Ribbeck, auf die ich immer wieder angesprochen wurde. Zuerst habe ich mich nur gebauchpinselt gefühlt. Irgendwann fing ich an, mich weiterzubilden. Woher bekomme ich gutes Leder? Wie verarbeitet man Leder professionell? Welche Werkzeuge braucht man? Ich habe mir Tipps von Ledermanufakturen, Schustern und Händlern geholt und geübt, geübt, geübt. Ich würde wahrscheinlich heute noch im stillen Kämmerlein üben, wenn mich nicht eine Freundin mit dem ersten Auftrag aus meinem Dornröschenschlaf gerüttelt hätte.

 

Also bin ich aus meinem beruflich ruhigen überschaubaren See ins kalte Wasser gesprungen und das ist extrem erfrischend.